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Suchwörter: "oder" "und" Ausgabe 02/2006

Portrait von Daniel Hauenstein
Autor:
Daniel Hauenstein hat 2002 nach langjähriger Tätigkeit als Wirtschaftsinformatiker in der Privatwirtschaft bei der Genossenschaft I-CH die Projekt- und Prüfungsleitung für den Bereich berufliche Informatikweiterbildung übernommen.
I-CH: eine vom Bund iniziierte Genossenschaft, die sich für eine einheitliche Aus- und Weiterbildung im Informatikbereich einsetzt.
www.i-ch.ch
Weiterbildung als permanenter Prozess Weiterbildung - ein permanenter Prozess
Egal, ob man beruflich konkurrenzfähig bleiben oder die Karriere unterstützen will, oder ob es um die persönliche Weiterentwicklung geht; Lernen hört nicht nach der Grundschule und der beruflichen Grundbildung auf. Lernen ist das wesentliche Werkzeug zum Erlangen von Bildung und damit für die Gestaltung individueller Lebens- und Arbeitschancen. Lebenslanges Lernen heisst das Schlüsselwort, wenn man auf dem Arbeitsmarkt mithalten will.

Die richtige Wahl

Weiterbildung ist organisiertes Lernen auf ein konkretes Ziel hin. Wie der Weg genau gestaltet wird, hängt mit der Motivation, der Persönlichkeit, der aktuellen Lebenssituation und den individuellen Wünschen und Möglichkeiten zusammen.

Man kann sich profilieren, wenn man stete Weiterbildung mit Diplomen und Zeugnissen nachweisen kann. Anerkannte Abschlüsse sind berufliche Sprungbretter. Doch sie sind letztlich nur etwas wert, wenn die erworbenen Kompetenzen auch im Arbeitsalltag optimal eingesetzt werden können.

Im Schweizer Bildungssystem stehen eine Vielzahl von Ausbildungswegen, Abschlüssen und Lehrgängen offen. Die richtige Wahl einer Weiterbildung ist für den letztendlichen Erfolg entscheidend. Daher lohnt es sich, sich vor der Wahl die folgenden Fragen zu beantworten:

  • Welches sind meine beruflichen und persönlichen Ziele?
  • Welches sind meine Möglichkeiten (zeitlich, finanziell, intellektuell)?
  • Was motiviert mich zur Weiterbildung?
  • Welches System sagt mir am Besten zu (Vollzeit, berufsbegleitend, blockweise, usw.)?
Im Folgenden ist ein möglicher Weiterbildungsweg anhand der modularisierten beruflichen Informatikweiterbildung der Genossenschaft I-CH näher aufgezeigt.

Modulares Berufsbildungskonzept eröffnet flexible Möglichkeiten

Genossenschaft I-CH
Im Jahre 2000 initiierte das BBT (Bundesamt für Berufsbildung und Technologie) eine Reform für die Informatikberufsbildung der Schweiz mit dem Ziel, die Informatikberufsbildung zu modularisieren. Für die Umsetzung wurde die Genossenschaft I-CH gegründet.
I-CH ist für die Informatikberufsbildung in der Schweiz die zuständige Organisation der Arbeitswelt.
Detaillierte Infos siehe www.i-ch.ch.

Modulares Bildungskonzept

Das Konzept der modularen Ausbildung erfüllt die Forderungen nach handlungsorientiertem, flexiblem, stufengerechtem und gut aktualisierbarem Lernen. Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung wird systematisch und regelmässig auf neu entstehende und sich verändernde Kompetenzen untersucht, und diese werden in der Modulentwicklung aufgenommen und integriert.

Modularisieren bedeutet, Bildungsinhalte – hier im Berufsfeld Informatik – in Modulen zusammenzufassen, die zu Handlungskompetenzen führen. Handlungskompetenzen sind das Ergebnis fachlicher, methodischer und sozialer Ressourcen einer Person. Handlungskompetenzen sind die Voraussetzung dafür, berufliche Situationen erfolgreich zu bewältigen.

Vorteile

Modularisierte Angebote haben in der Berufsbildung wirtschafts-, bildungspolitische und pädagogische Vorteile:
  • Verbesserte Transparenz der Bildungsangebote
  • Raschere und einfachere Anpassung an Veränderungen des Arbeitsmarktes
  • Grössere Flexibilität in inhaltlicher, zeitlicher und räumlicher Hinsicht
  • Mehr Möglichkeiten, Lernen zu individualisieren
  • Praxisnahe Ausbildung mit klaren Handlungszielen
  • Übereinstimmung mit der Entwicklung internationaler Bildungssysteme
  • Höhere Durchlässigkeit der Bildungsgänge
  • Erleichterte Zugänge zur Berufsbildung für bisher nicht geförderte Zielgruppen
  • Förderung des lebenslangen Lernens

Aufbau des Modulbaukastens

Aufbau Modulbaukasten
Details zum aktuell gültigen Modulbaukasten:
www.i-ch.ch
-> Modulbaukasten

Kein Abschluss ohne Anschluss

Die modulare Gliederung der verschiedenen Kompetenzen in der Informatik ermöglicht eine vielfältige, auf die Bedürfnisse der Studierenden und der Arbeitswelt abgestimmte Gestaltung von Ausbildungen. Dabei wird dem Grundsatz "kein Abschluss ohne Anschluss" optimal Rechnung getragen. Das neue modulare Angebot lässt sich wohl am besten mit "in selbst gewählten Teilschritten zum nächsten Ziel" umschreiben.

Ein typischer Weg für ausgewiesene Praktiker

Auf dem Niveau zum eidgenössischen Fähigkeitszeugnis, mit dem die Informatik Berufslehre abgeschlossen wird, setzt die erste Weiterbildungsstufe auf. Sie wird mit dem Erwerb des Fachausweises abgeschlossen. Wer das eidgenössische Diplom als Informatikerin oder Informatiker erwerben will, geht noch eine Stufe weiter und erwirbt insbesondere zusätzliche IT-orientierte Management-Kompetenzen.

Eidg. Fachausweis

Informatiker/innen mit eidg. Fachausweis verfügen über fundierte und nachgewiesene theoretische und praktische Kenntnisse in weiten Bereichen der Informatik. Sie sind auf eine der folgenden Richtungen spezialisiert: Business Process Development, Application Development, Web Development, Operational Services oder Project Services.

Eidg. Diplom

Diplomierte Informatiker verfügen über vertiefte und nachgewiesene Fachkompetenzen und praktische Erfahrung in weiten Bereichen der Informatik. Sie sind auf eine der folgenden Richtungen spezialisiert: Business Solutions, IT Solutions, Service Management, Project Management.

Prüfungswesen

Modultests und Schlussprüfungen werden in verschiedenen Testcentern in allen Sprachregionen und allen Sprachen (D, F, I) angeboten. Reservationen können online im Web von I-CH vorgenommen werden. Details siehe www.i-ch.ch/prüfungen

Ausblick

Aufgrund der nun dreijährigen Erfahrungen mit dem neuen modularen Konzept, werden im Moment sowohl die Module als auch die Abschlussrichtungen des Fachausweises und Diploms überarbeitet.

Definitive Ergebnisse liegen voraussichtlich bis Ende Juli 2006 vor und werden im Web unter www.i-ch.ch publiziert.

 

HINWEIS: Der oben stehende Inhalt wird vom Autor zur Verfügung gestellt. Dieser Artikel basiert auf der Meinung und Darstellung des Autors dar und spiegelt nicht grundsätzlich die Meinung des Seitenbetreibers Firma Goldwyn Partners Group AG wieder. Für Zusatzinformationen zum Artikel wenden Sie sich bitte direkt an den Autor.

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