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In kaum einer Branche entwickelt sich Wissen so schnell weiter wie im IT-Sektor. Regelmässige Weiterbildung ist ein absolutes Muss. Nicht nur um die Karrierechance zu steigern. Sondern auch, um sich physisch und psychisch vor Burn-outs zu schützen, sich im Job, der nun mal einen grossen Teil des Erdendaseins ausmacht, wohl zu fühlen und den stetig wachsenden Anforderungen mit Freude gerecht zu werden. Heute genügen „Learning by Doing“ und Selbsteinschätzungen wie „Gute IT-Kenntnisse“ vielen Unternehmen längst nicht mehr: Erst ein Zertifikat eines anerkannten Ausbildungsinstituts belegt, dass eine Person die hohen Standards erfüllt, um eine anspruchsvolle IT-Fach- oder Führungsfunktion wahrzunehmen.
Selbstsicheres Auftreten und Handeln stärkt, macht Spass und überzeugt auch Arbeitgeber. Das Wissen zur Selbstsicherheit – sich selbst sicher sein – kann man sich zwar selbst aneignen, doch ist dieser Weg im heutigen Umfeld, das permanent von Zeitmangel spricht, ein eher steiniger und langer Weg. Wer sich weiterentwickeln und weiterkommen will, braucht Weiterbildungen, die mit Zertifikaten belegen, dass das erlernte Wissen effektiv umgesetzt werden kann. Das Papier von Bewerbungsunterlagen und Personaldossiers ist geduldig. Was am Schluss zählt, sind Erfahrungswerte, die mit Diplomen und Auszeichnungen belegen, was in den Unterlagen geschrieben wird.
Die Realität
Dass es bei vielen Personen vor allem in der IT-Weiterbildung noch „hapert“, zeigt die Realität: Viele Computeranwender müssen ihre tägliche Arbeit ohne ausreichende Kenntnisse erledigen. Vor ähnlichen Problemen stehen die Informatikverantwortlichen in Unternehmen. IP-Applikationen managen, Netzwerke warten, IT Business Analysen erstellen oder Sicherheitslösungen implementieren: Der PC respektive die IT wird mangels genügender Kenntnisse oftmals nicht als Hilfsmittel, sondern als Last empfunden, was zu einer permanenten Stresssituation führt. Resultat: Unzufriedenheit und Burn-out.
Diese Konstellation trifft mittlerweile auch auf IT-Experten zu, die zwar über ein grosses fachliches Knowhow verfügen, aber oft als Manager überfordert sind. Der Grund: Ihr Aufgabengebiet hat sich in den letzten Jahren immer mehr um firmenstrategische und betriebswirtschaftliche Aspekte erweitert, ohne dass sie über eine entsprechende Aus- und Weiterbildung in diesem Bereich verfügen.
Der IT-Versatilist: Manager und IT-Experte in Person
Die Unternehmensberatung Gartner hat schon im November 2005 an seinem in Cannes durchgeführten Symposium IT-Profis davor gewarnt, dass technisches Fachwissen allein in Zukunft keine ausreichende Qualifikation in IT-Organisationen mehr darstelle - IT-Verantwortliche brauchen mehr als technisches Wissen. Skepsis gegenüber der Effektivität der IT, wachsende Automatisierung und die Möglichkeit zur weltweiten Auslagerung von Aufgaben würden dazu führen, dass ein neuer Typ des IT-Profis entstehen wird: Der vielseitige "IT-Versatilist".
Neben technischem Know-how verfügt dieser unter anderem über Kenntnisse in den Bereichen Unternehmensprozesse und Personalführung. Der Marktforscher erwartet, dass sich der IT-Bereich bis 2010 in folgende vier Berufsfelder aufspalten wird: Technische Infrastruktur und Dienstleistungen, Informationsdesign und Informationsmanagement, Prozessdesign sowie Management Sourcing und Partnermanagement.
Hier liegt der Weiterbildungsmarkt der Zukunft: Um Schlüsselaufgaben wie die Definition oder Konzeption von künftigen IT-Strategien mitbestimmen und gestalten zu können, gewinnen Lehrgänge, die mit einem Zertifikat in ITIL Service-, Business Process- oder IT Projekt Management abschliessen, immer mehr an Bedeutung. Im Zentrum stehen dabei nicht primär IT-Themen, sondern Prozessoptimierung, Just-in-Time-Management oder Total Cost of Ownership.
Eine unbefriedigende Situation für Arbeitnehmer und Arbeitgeber
Noch klafft die Schere zwischen den Anforderungen der Wirtschaft und der Realität auf dem Arbeitsmarkt auseinander. Der Mitarbeiter möchte seine Qualifikationen naturgemäss möglichst positiv darstellen, sogar unter der Gefahr, in seiner neuen Position überfordert zu sein. Aber auch für das Unternehmen stellt eine Fehlbesetzung ein grosses finanzielles Risiko statt. Trifft ein IT-Manager ohne betriebswirtschaftliches Know-how die falschen Entscheidungen, kann dies im Extremfall die Existenz der Firma bedrohen. Eine unbefriedigende Situation für beide Seiten. Nachweisbares Wissen und Zertifikate werden deshalb in der Wirtschaft immer mehr zu einem Muss. Sie öffnen die Tür zu neuen Jobmöglichkeiten und geben beiden Seiten die Sicherheit, dass der Mitarbeiter seiner Aufgabe erfolgreich nachkommt.
Die entscheidende Frage lautet daher: Wie wird für die Person der richtige oder optimale Kurs gefunden? Dies klären die meisten professionellen Bildungspartner schon im Vorfeld mit dem Kursteilnehmer ab und unterstützen bei der effektiven Planung der Aus- und Weiterbildung. Um die Mitarbeiter gezielt nach ihrem aktuellen Wissensstand fördern zu können, lässt sich die Weiterbildung nach dem sogenannten Education Consulting Ansatz von der Bedürfnisanalyse bis zur Evaluation in fünf Phasen unterteilen:

1. Bedürfnis-Analyse / Assessments
Abklärung des aktuellen Wissensstandes, um die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Lehrgang zu definieren.
2. Skill Gap-Analyse
Bestimmung der Skill Gaps, d.h. Lücken im Wissen und Fähigkeiten, um einen Ausbildungsplan und konkrete Lernziele zu definieren.
3. Weiterbildungsplanung / Modulauswahl
Module, die präzise auf die Bedürfnisse der Teilnehmer zugeschnitten sind. Praxisbezug sowie die mögliche Umsetzung im Unternehmen.
4. Blended Learning-Trainingsansatz
Integriertes Lernen: Optimale Mischung aus Präsenzunterricht, E-Learning, Selbststudium, Übungen und Praxisbeispielen zum effektiven Erreichen der persönlichen Lernziele.
5. Coaching / Evaluation
Begleitung nach Abschluss des Kurses: Forum, um Fragen zu stellen und von den gemachten Erfahrungen zu berichten. Der Kursleiter gibt bei Problemen innerhalb kurzer Zeit kompetent Auskunft.
Ein Zertifikat öffnet Türen
Die Kombination von fundierten IT-Kenntnissen mit einem objektiven Kompetenznachweis, der das Know-how des Mitarbeiters oder Bewerbers belegt, geniesst in der Wirtschaft hohen Stellenwert. Die Entwicklung geht klar hin zu international ausgerichteten Wissensstandards mit anerkannten Zertifizierungen. Wer ein Diplom eines anerkannten Anbieters in der Tasche hat, verfügt über deutlich bessere Karrierechancen als ein Mitbewerber, der zwar de facto über die gleichen Qualifikationen verfügt, diese aber nicht schwarz auf weiss nachweisen kann. Ohne höhere Fachausbildung oder gezielte Weiterbildung verschliessen sich gerade im IT-Bereich die Türen zu Arbeitsplätzen und einer höheren Karrierestufe, die vor wenigen Jahren auch Quereinsteigern offen standen.
In der Schweiz verfügen zwar sehr viele Menschen über ein gutes IT-Basiswissen aus ihrer täglichen Arbeit, nur wenige sind jedoch im Besitz eines Kursnachweises. Selbst wenn dies für ihren aktuellen Aufgabenbereich keine direkten Auswirkungen hat: Vielleicht öffnet gerade ein bestimmtes Zertifikat bei der nächsten internen Beförderung oder einem Jobwechsel die Türe zu einem neuen Karriereschritt. Aber auch Unternehmen profitieren von der Mitarbeiterweiterbildung über einen erwiesenen Return-on-Investment: Die Arbeitnehmer können entsprechend ihrer Fähigkeiten gezielt im Betrieb eingesetzt werden, erledigen EDV-Aufgaben effizienter und lernen, Wissen so zu verarbeiten, dass sie es auf neue Situationen übertragen können.
Fazit: Ein Zertifikat lohnt sich – so oder so.
Vorteile eines Zertifikates
Für Arbeitnehmer
- Nachweis professioneller Fähigkeiten und Kompetenz
- Erweiterung der Tätigkeitsfelder
- Wettbewerbsvorteil auf dem Arbeitsmarkt
Für Arbeitgeber
- Entscheidungshilfe bei der Bewerberauswahl
- Grössere Kundenzufriedenheit
- Optimierung der Arbeitsprozesse und Kostensenkung
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