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Portrait Alfred Breu Autor:
Alfred Breu,
Präsident Zürcher Lehrmeistervereinigung Informatik (seit deren Bestehen, 11 Jahre), Kaufmann, ursprünglich Bankangestellter mit rund 10 Jahre in der Informatik in Organisations- und Führungsaufgaben. In den Neunziger Jahren als Ressort-Personalleiter einer Grossbank tätig, wo u.A. die Informatik zum Betreuungsgebiet zählte. Die ZLI ist ein Verein mit rund 330 Mitgliedern, den Informatik-Lehrlinge ausbildenden Betrieben. Wirkt in der Kommission Bildung von ICTswitzerland (Dossier Grundbildung) und im SVIB mit (Dachverband der Lehrmeistervereinigungen). Er engagiert sich für Berufs- und Lehrstellenmarketing, die Qualitätsförderung in der Informatik-Grund- und Weiterbildung und für die Berufswettbewerbe.
www.zli.ch
Informatiker/-in gesucht –
der Weg zum erfolgreichen Informatik-Profi
Bild Weiterbildung in der IT

Von Alfred Breu, Präsident Zürcher Lehrmeistervereinigung Informatik (ZLI)

Klares Bekenntnis für den Informatik-Standort Schweiz, ideale Perspektiven

Inzwischen wissen wir es genau: die Verantwortlichen für die Informatik bekennen sich für den Informatik-Standort Schweiz. Sie haben in unserem Lande die Kapazitäten stark ausgebaut und möchten dabei bleiben. Selbst die immer wieder das Gespräch über Outsourcing und vor allem Offshoring auslösende CS hat gemäss deren CIO Karl Landert gegen 6'000 Informatiker/-innen in unserem Lande beschäftigt, rund 800 mehr als noch im 2003. Wie in allen Branchen ist eine Verschiebung von meist eher niederschwelligen Teilaufgaben ins Ausland Realität, die anspruchsvolleren Tätigkeiten bleiben hingegen in der Schweiz. Cash beziffert die in der Informatik-Tätigen auf 230'000, was 5.5% des Arbeitsmarktes Schweiz ausmacht. Diese Leute tragen mit 32.5 Mrd. CHF Wertschöpfung 8% zum BSP unseres Landes bei. Die Informationstechnologie ist wichtig fürs Business. Ohne sie läuft beinahe nichts mehr, ob in der Administration, Forschung, Bildung, oder Produktion, ob in Banken, Chemie, Verkehr, Versicherung oder Verwaltung – selbst das Auto kommt nicht mehr ohne aus. Schweizer Software geniesst hohe Anerkennung. Für die Blechumformung nutzen die zwanzig grössten Autokonzerne der Welt Schweizer Software. Das Management der Druckzylinder vieler grosser Druckereien für die Produktion von Zeitungen und Zeitschriften geschieht mit Schweizer Software. Die grössten Hotels der Welt betreiben ihre Gebäudeleitsysteme mit Software aus der Schweiz.

Seit mehr als einem Jahr ist der Arbeitsmarkt Informatik durch einen Mangel an gut qualifizierten Fachpersonen gezeichnet, vor allem durch einen Mangel an Ingenieurinnen und Ingenieuren. Aber es wird noch schlimmer werden: Hochschulen und Fachhochschulen verzeichnen sinkende Studentenzahlen, auch die Anzahl neu eintretender Lehrlinge ist deutlich zurückgegangen – was sich in einem noch deutlicheren Schwund der Studentenzahlen in den Fachhochschulen auswirkt. Aus Berufslehren und Hochschulen kommen jährlich nur ca. 2500 Absolventinnen und Absolventen, während jährlich ca. 10'000 Fachleute aus dem Arbeitsmarkt Informatik austreten – 2/3 der Informatiker/-innen sind nämlich bereits in der zweiten Berufskarriere-Hälfte!

Die Erkenntnis daraus: Wer Informatikerin oder Informatiker werden möchte, wird beste Berufschancen vorfinden. Voraussetzung ist eine solide und breite Grundbildung, gefolgt von einer entsprechenden höheren eidg. anerkannten Auszeichnung. Die Perspektiven sind ideal: Dadurch, dass die Informatik in jedem Produkt oder Geschäftsprozess eine tragende Rolle spielt, ist die Entwicklung der das Ganze steuernden Software immer wichtiger. Eine ideale Zeit für kreative Leute, die gerne Neues erfinden und umsetzen, die gerne neue Produkte mitentwickeln.

Informatiker werden – eine gute Grundlage ist matchentscheidend!

Das Schweizer Berufsbildungssystem geniesst international einen sehr hohen Ruf. Es hat wesentlich dazu beigetragen, dass Schweizer Qualität zu einem Markenzeichen geworden ist. Das Bildungssystem hat sich mehrfach bewährt, es fusst auf eine rund 125-jährige Erfahrung. An den seit über 50 Jahren durchgeführten Berufsweltmeisterschaften sind die Schweizer immer ganz vorne dabei und setzen Massstäbe. Seit wenigen Jahren ist dieses Konzept auch für die Informatik geschaffen worden. Bereits haben 11'500 Personen das eidg. Fähigkeitszeugnis erworben, in wenigen Monaten werden es etwas über 13'000 sein. Rund ein Viertel der Absolventen haben im Anschluss ein Studium an einer Fachhochschule in Angriff genommen, andere haben sich über die höheren Fachschulen weitergebildet oder sich auf die Berufsprüfung vorbereitet und danach auf die höhere Fachprüfung.

… auch für Berufsumsteiger/-innen

Den Anforderungen entsprechend wurden auch Angebote für Umsteigewillige aus anderen Berufen geschaffen. In 2-jähriger Zusatzausbildung erwerben diese ebenso das eidg. Fähigkeitszeugnis und schaffen damit die notwendige Grundlage für die höhere Berufsbildung oder auch für das Fachhochschul-Studium. Glücklicherweise gibt es heute auch Angebote, die ein berufsbegleitendes Studium ermöglichen, womit die Sicherung der Lebenskosten abgedeckt wird. Das Bildungskonzept ist gut, jetzt geht es darum, es umzusetzen.

Nun geht es um die Nachwuchsgenerierung – jede Firma für sich

Diese Wirtschaft zu erhalten und auszubauen, sollte Ziel jeder Unternehmung sein. Die Zukunft sichern, der Produkte, der Firma und der wirtschaftlichen Rolle der Informatik in der Schweiz, heisst also auch, den Nachwuchs für die nächste Informatiker-Generation zu sichern. Das Bildungskonzept zeigt auf, wie das erfolgen soll, Angebote gibt es zur Genüge. Jetzt geht es darum, einerseits die Jugend zu motivieren, in die Informatik einzusteigen, sei es über ein Studium, eine Informatikmittelschule, Privatschule oder die Lehre. Die Betriebe sind zu ermuntern, Lehrlinge auszubilden und im betrieblichen Ablauf produktiv einzusetzen. Es muss gelingen, den ca. 5%-igen jährlichen Verlust durch einen eben so grossen Anteil an neuen Lernenden zu kompensieren, von denen ein beachtlicher Teil zu einen Fachhochschul-Studium zu motivieren ist. Unsere späteren Ingenieure. Und was trägt dazu bei, dass sie nach dem Studium in unserer Firma arbeiten möchten? Studierende, welche in ihrer Berufslehre an interessanten, anspruchsvollen Aufgaben mitarbeiten durften, sprechen positiv über „ihre“ Firma. Das hören auch die Studienkollegen!

Weitere Informationen

Weitere fundierte Informationen finden Sie im Prospekt Der Weg zum erfolgreichen Informatik-Profi:
Der weg zum Informatik Profi zum Download(PDF, 228kB)


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